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Aktualisiert :
2009-05-17

Kleine Hilfe bei der Kaufentscheidung eines Esels

Sie möchten sich einen Esel kaufen und schon tauchen die ersten Fragen auf –Welche Größe, welche Rasse?
Überlegen Sie ganz einfach was Sie mit dem Esel machen möchten, welches Platzangebot vorhanden ist und wie viel Sie investieren möchten und können.
Ein Riesenesel zum Beispiel braucht einen größeren Stall und mehr Futter wie ein Miniesel.

Nächste Frage: Welches Geschlecht nehme ich?

Gehen wir als erstes einmal davon aus, dass Sie einen Esel für die Freizeit d.h. zum Reiten und Fahren, für Shows oder als Beistelltier oder ganz einfach zum Schmusen und für die Kinder haben wollen. In diesem Fall würde sich ein Eselwallach anbieten. Er ist der vielseitigste, er ist ruhig, weil er den Fortpflanzungstrieb nicht mehr hat, baut eine sehr starke Bindung zum Menschen auf und liebt es, vom Menschen „betüddelt“ zu werden. Bei einer Ausbildung zum Fahren arbeitet er gerne mit.
Wenn Sie nicht gerade einen ausgebildeten Esel suchen, ist der Wallach in der jeweiligen Größenklasse recht günstig.

Jetzt kommt die 2.Variante.
Sie möchten sich eine Stute kaufen, weil Sie vielleicht einmal züchten möchten, bzw. ein Fohlen aufwachsen sehen möchten. Der Preis der Stute liegt natürlich höher wie der des Wallachs. Stutfohlen sind noch etwas günstiger, nur dann müssten Sie noch 3 Jahre warten, wenn Sie züchten möchten. Esel sind mit 1 Jahr fortpflanzungsfähig, aber wenn man dann mit der Zucht beginnen würde, wäre es, als wenn ein 12jähriges Mädchen ein Kind bekommt.
Die Rosse bei Stuten im Jährlingsalter ist noch nicht regelmäßig , man bemerkt aber, dass das Verhalten in dieser Zeit sich ändert, sie wird richtig „ziegig“ und ruft, falls kein zweiter Esel da ist, sehr oft nach einem Hengst. Dieses Verhalten wird im Laufe des zweiten Lebensjahr regelmäßig alle 2 Wochen für 6 Tage auftreten.
Auch bei einem Stutfohlen könnten Sie als zweiten Esel einen Wallach nehmen. Dann kann die Stute sich die nächsten 3 Jahre „ausleben“ und erwachsen werden. Erst dann könnte man ans züchten denken. Es kommt dann die Frage Hengst kaufen oder zum bedecken der Stute zum Hengsthalter fahren?

Über Hengsthaltung sollte man sich vorher eingehend informieren, denn nicht immer ist ein Hengst ein friedliches Tier, vor allem nicht für Kinder. Hat er nur eine oder wenige Stuten, muss anderweitig für Ausgleich gesorgt werden. Es kann soweit gehen, dass er das eigene Fohlen, wenn er mit dem zusammenläuft, tötet. Hengste der Zwerg- bzw. Normalgröße (ca. 1m) sind noch handhabbar und deshalb ist ein ausreichendes Angebot von Normaleselhengstfohlen vorhanden, weil er überall gezüchtet und von Händlern importiert wurde. Daraus resultiert, dass Sie einen Hengst in der Standardgröße sehr günstig bekommen könnten. Der Normal- oder in Deutschland auch Zwergesel hat durch die Importtiere und unkontrollierte Zucht d.h. die Zuchtkriterien wurden außer acht gelassen , keinen Marktwert mehr. Es sind zu wenige bereit, einen Hengst kastrieren zu lassen (½ bis 1jährig möglich). Auch wenn Sie sich für den Kauf eines Hengstes entschieden haben, dürfen Sie nicht vergessen, dass er ein Hengst ist, also dominant und kein Tier für Kinder.

Sie haben jetzt aber ein Minieselstutfohlen gekauft, möchten aber auch ein Paar. Auch hier wäre als Zweittier ein Wallach möglich. Mit 3 Jahren könnten Sie die Stute zum Hengsthalter bringen um sie decken zu lassen. Wenn Sie einen Hengst in der Größe kaufen möchten, müssen Sie feststellen, dass es kaum Mini Hengste gibt und die, die angeboten werden, fast so viel kosten wie die Stuten. Der Preis der Minieselhengste setzt voraus, das er den Zuchtkriterien entspricht und Papiere hat, die seine gesamte Abstammung von Jahrzehnten zurück verfolgen lässt. Auch ist es ein Nachweis , das nur mit Mini gezüchtet wurde.Für zukünftige Minieselzüchter ist der Preis auch von Interesse, denn so kann der Marktwert evt. erhalten werden und würde nicht so sinken wie beim Zwerg- bzw. Normalesel. – . Sie können sich natürlich einen aus Amerika importieren, die dort recht günstig angeboten werden, da ausreichend vorhanden sind. Aber dann müssen Sie zum Kaufpreis des Tieres noch bis zu 3000 € Importkosten hinzurechnen.
Egal wie Sie sich entscheiden, falls weitere Fragen sind, sind wir gerne bereit, aus unserer 25jährigen Eselerfahrung Auskunft zu geben.

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